You wanted her out of the picture ...

and when you realized this would never happen you decided to remove yourself.
 

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leaving.

Und dann gehe ich. Meinen Koffer mit den letzten Sachen habe ich soeben vor der Wohnungstür abgestellt, bevor ich ein letztes mal ins Wohnzimmer ging. Mein Blick schweift nun noch einmal über die kahlen Wände, an denen vor vierundzwanzig Stunden noch Erinnerungen hingen. An ihn und mich. Schließlich drehe ich mich doch um und gehe, ziehe die Wohnungstür hinter mir zu und schließe dieses Kapitel meines Lebens für immer ab. Ich verschwinde so schnell und leise aus seinem Leben, wie ich gekommen war. Weder Spuren noch Worte hinterlasse ich ihm. Was gäbe es auch zu sagen? Die üblichen Floskeln? Dass man sich wiedersehen würde und das Beste wünschte? Ich wollte das nicht. Es wäre ja eh nur gelogen. Mittlerweile bin ich an meinem Wagen angekommen, lade den Koffer auf den Beifahrersitz, schnalle diesen fest und fahre los. Den Rest haben die Möbelpacker am Vormittag bereits mitgenommen. Und nun lasse ich es zurück, sehe noch einmal in den Rückspiegel und sehe sie vor mir, die Sonnenuntergänge zu zweit auf dem Balkon. Ich schüttle den Kopf und biege an der Ecke nach rechts ab. "Wovon sollen wir träumen?", fragt mich das Radio und ich habe keine Antwort.

1 Kommentar 10.3.12 02:05, kommentieren

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gone.

Und dann erzählt er lächelnd von ihr und reißt mich mit dem Glanz in seinen Augen aus meiner Traumwelt.
Ich will es nicht wissen, ich habe nicht danach gefragt. Aber statt etwas zu erwidern lasse ich ihn weiter erzählen und höre ihm gebannt zu. Er hat meine Welt verändert, sie auf den Kopf gestellt, ihr Flügel verliehen und sie dann in den Abgrund stürzen lassen.
Aber es geht mir gut. Es ist nicht schlimm. Es sind nur mein Herz und meine Seele, die einmal mehr fallen gelassen wurden.
Er ist nicht der erste, aber ich schwöre mir, er war der letzte. Denn ich kann das nicht mehr. Jedes mal dasselbe, die zweite Wahl, wie immer. Ich bin die Alternative, die Alternative zum glücklich sein, zum Leben.
Und dann will er, dass wir Freunde bleiben. Das alles so ist, wie zuvor. Er will, dass sie nichts erfährt und ich nicke ihm zu, während im Hintergrund "time of my life" aus den Boxen des Cafés schallt.
Und ich kann ihn nicht vergessen, den Sommer mit ihm. Einen Sommer lang hat er mich auf Händen getragen, vor Stürmen beschützt, mir Blitze vom Himmel geholt und Abendessen aus dem Nachbarland.
Und ich weiß nicht, was ich von ihm erwarte, aber vielleicht habe ich irgendwann erneut eine Chance und darum bleibe ich. Deshalb sitze ich hier mit ihm und lächle, anstatt zu gehen. Denn ich weiß, ich könnte. Und ich weiß auch, ich sollte. Ich sollte gehen und mit all dem abschließen. Aber er lässt mich nicht. Er bittet mich zu bleiben und ich kann nicht anders.
Ich weiß noch nicht, wie sehr diese Entscheidung mein Leben beeinflusst, aber sie ist weitreichend, was ich auch Jahre später noch spüren werde.
Er erzählt mir von ihr und wie er sein Leben von nun an gestalten will.
Irgendwann muss ich gähnen und entschuldige mich bei ihm, und dann fährt er mich nach Hause.

1 Kommentar 28.9.11 19:31, kommentieren